Der Markt (Auszug aus dem Kapitel 4 des Buches „Der Allround DJ“)

Der Markt

„Du weißt nie, wer dir zuschaut. Also immer schön
freundlich lächeln…“

Der Markt für Allround- bzw. Mobil-Disc-Jockeys ist in den letzten Jahren gewachsen und wächst auch weiterhin.
Früher wurden häufig Live-Bands engagiert, um auf Hochzeiten, Schützenfeste usw. zu spielen. Doch auch dies hat sich gewandelt. Immer häufiger werden DJs
gebucht; überwiegend aus zwei Gründen:

1.) Die Kosten: Disc-Jockeys sind günstiger als eine Band. Außerdem machen DJs keine (oder nur ganz wenige) Tanzpausen. Der Kunde bekommt also mehr Musik für sein Geld.

2.) Der DJ ist flexibel: Ein DJ ist flexibler als eine
Band und kann alle Musikwünsche direkt erfüllen.

Der Markt für Allround-DJs variiert. Clubs, Bars und Diskotheken werden eröffnet und wieder geschlossen.
Dem einen liegen private Veranstaltungen, dem anderen die öffentlichen, der andere legt lieber in o.g. Etablissements auf.

Du solltest in dem Bereich auflegen, der dir am meisten liegt. Darauf solltest du dich fokussieren. Es gibt mehrere Faktoren, warum dich ein Kunde bucht. Der Kunde möchte wissen, welche Erfahrungen du im Bezug auf die geplante Veranstaltung hast, welche PA du einsetzt, ob du Musikwünsche annimmst, ob du Licht-Equipment mitbringst usw.

Ein weiterer Punkt ist der Wettbewerb. Da du nicht der einzige Disc-Jockey auf dem Markt bist, hat der Kunde die Wahl. Aber keine Angst, du kannst eine Menge unternehmen, um am Markt klarzukommen, vorausgesetzt, du weißt, wo die Aufträge lauern.

Dazu in Kürze mehr….

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Clubs und Diskotheken (Teil 2)

Besitzer/Geschäftsführer

Du kannst technisch und musikalisch noch so perfekt sein, das vielleicht Wichtigste, das es zu beachten gilt, ist Folgendes:

Um einen Club oder eine Diskothek zu verstehen, musst du den Besitzer/Geschäftsführer verstehen.
Besitzer haben ihre ganz eigenen Vorstellungen von
ihrem Club. Deine Aufgabe ist es, sie darin zu
unterstützen. Oft liegen die Vorstellungen von Betreibern und DJs allerdings sehr weit auseinander. Vor allem, wenn es um die Musikauswahl geht.

Die „nervigsten“ Betreiber/Geschäftsführer sind jene, die selbst jahrelang als DJ gearbeitet haben.
Als DJ hast du die Clubregeln genauso zu respektieren wie das übrige Personal. Dies gilt auch für die Musikauswahl. Viele DJs glauben, dass eine andere Musikrichtung besser in den Club passen würde als die, die aktuell gespielt wird. Der Besitzer hat sich jedoch etwas dabei gedacht, warum er einen bestimmten Musikstil in seinem Club bevorzugt.

Hier liegt ein häufiger
Streitpunkt zwischen Besitzern und Disc Jockeys.
Wenn ein Betreiber mit Vorschlägen zur Musikauswahl zu mir kommt, gehe ich wie folgt vor: Ich nehme den ersten Titel der Songliste, die er mir vorschlägt, und spiele ihn direkt im Anschluss an die Platte, die gerade läuft. Auf diese Art und Weise habe ich meine Ruhe und der Betreiber ist glücklich, dass „seine“ Musik läuft.

Es gibt nichts Nervigeres als eine Diskussion mit dem Geschäftsführer, wenn die Bude rockt. Das ist für beide Seiten nicht besonders befriedigend. Aber vergiss nicht, der Betreiber sitzt am längeren Hebel. Er bezahlt deine Rechnung und bucht dich eventuell nicht wieder.

(Auszug aus dem Buch: „Der Allround DJ“)

DJ sein bedeutet nicht nur auflegen….

Dies ist ein Gastartikel von „Chris le Kay“
Er beschreibt, was niemand so wirklich wahr nimmt. Nämlich, dass Musik machen als DJ mehr ist, als hinter einem Laptop zu stehen oder den CD Player auf zu machen, CD einlegen und auf Start zu drücken.

Service ab der ersten Sekunde

Alles fängt mit Ihrer Buchungsanfrage, meist über Internet oder telefonisch an. Nach erfolgreicher Terminprüfung erhalten Sie von DJ Chris le Kay einen Anruf um alle Einzelheiten zu Ihrer Veranstaltung zu besprechen. Gerne können die Einzelheiten auch bei einer Tasse Kaffee in Bad Kissingen persönlich besprochen werden.

Der große Tag

An Ihrem großen Tag muss noch einiges erledigt werden, dass Ihnen nicht in Rechnung gestellt wird.
Als Beispiel nehme ich eine Buchung im ca. 150km entfernten Nürnberg, mit dem Musikbeginn um 18:00 Uhr.

Alles fängt für den DJ um ca. 14:30 Uhr an. Die Komponenten des Equipments müssen auf Vollständigkeit geprüft und ins Auto verladen werden. Gerade bei Hochzeiten, Geburtstage und Firmenevents ist ein gepflegtes äußerliches auftreten notwendig, also geht es weiter mit Styling.
Eine Stunde später gegen 15:30 Uhr, muss DJ Chris le Kay schon losfahren um rechtzeitig bei ihrem Event in Nürnberg einzutreffen. Nach 1,5 Std. Fahrt, gegen 17:00 Uhr in Nürnberg angekommen, muss das Equipment ausgeladen, sowie aufgebaut werden.

DJ während dem Abendessen

An dieser Stelle bekomme ich öfters zu hören: „Du sitzt doch gerade eh nur rum, während wir essen.“ Das mag auf den ersten Blick vielleicht so aussehen, aber die musikalische Untermalung während des Essens wurde von mir bereits zuhause zusammengestellt. Ich fungiere nicht nur als DJ, sondern auch als Tontechniker, so dass Sie über das von mir bereitgestellte Mikrofon rückkopplungsfreie und verständliche Ansprachen halten können. Gerne unterstütze ich Sie auch bei Show-Einlagen bzw. Spiele und moderiere Ihnen diese an.

Das Abendprogramm

Nach dem Abendessen erfolgt in der Regel die Tanzeröffnung. Hier habe ich für Musikwünsche, durch Sie und Ihre Gäste, immer ein offenes Ohr um das Maximum an Partystimmung aus Ihrer Veranstaltung rauszuholen.

Das Ende der Veranstaltung

Nach einer wilden Party gegen 03:00 Uhr sind die meisten Veranstaltungen zu Ende. Für den DJ heißt es an dieser Stelle, das mitgebrachte Equipment abzubauen und ins Auto zu verladen. Bis man dann von Nürnberg wieder die Heimfahrt nach Bad Kissingen antreten kann, vergehen im Schnitt ca. 45 Minuten.

Endlich Feierabend !

Nach Ankunft gegen 05:15 Uhr in Bad Kissingen, wird das Auto noch ausgeladen und man hat sich seinen Feierabend nach ca. 15 Stunden Arbeit an diesem Tag verdient.

Zeitaufwand und Kosten Ihrer Veranstaltung

Alles in allem werden ca. 20 Stunden Zeit für Sie und Ihre Veranstaltung aufgebracht, von denen Sie bei meinem oben genannten Beispiel nur 9 Stunden in Rechnung gestellt bekommen. Alle anfallenden Kosten für An- und Abfahrt, Kraftstoffverbrauch und Abnutzung des Kfz, Lagerung, Wartung und Pflege des Equipments, sowie Versicherungen sind bei mir in meinem erstellten Angebot inklusive.

Mehr Informationen zum Urheber dieser Beschreibung:
http://www.dj-clk.com/

Was verdienst DU?

Eine Geschichte vorab:
Ich habe einen Freund. Mit diesem Freund bespreche ich so ziemlich alles. Er erzählt mir von seinen Reisen. Er erzählt mir von seinen Hobbys. Er erzählt mir von seinen Krankheiten in allen Einzelheiten. Er zieht dazu sogar seine Klamotten aus, um mir jede Prellung, jede Narbe zu zeigen. Er erzählt mir in allen Einzelheiten von seiner Darmspiegelung.
Er erzählt mir von seinen Frauen. Wie er es mit ihnen macht, welche Stellungen er bevorzugt, was sie drunter hat, wohin er sie ausführt und und und.
Als ich ihn vor kurzem Mal gefragt hab, was er denn so verdient, sagte er:
„Du, das ist mir jetzt aber zu intim!“

Gestern lief auf dem Sender des gepflegten TV Journalismus (RTL) ein Experiment. Ein Mönchengladbacher Unternehmen hat dieses durchgeführt. Alle Mitarbeiter haben ihr Gehalt offen gelegt.

Wenn ich mich in DJ Foren aufhalte oder bei Facebook in Diskussionen lese, was DJ Kollegen angeblich so verdienen, dann schlackern mir oft die Ohren. Da werden Gagen aufgerufen, da träumt der Führer von.

Wie ich in meinem Buch http://www.der-allround-dj.de geschrieben habe, gibt es Unterschiede im Gagengefüge.

Ein Club DJ verdient, in der Regel, weniger als ein Mobil DJ. Das liegt aber auch in der Natur der Sache. Ein Club hat jede Woche geöffnet. Eine Hochzeit z.B. ist, idealerweise, nur einmal im Leben. Also kann und muss ich als DJ dann auch mehr Gage verlangen für einen Auftritt, als wenn ich jedes Wochenende im Club auflege.

Was mich oft stört an diesen Gagendiskussionen ist die Großkotzigkeit, mit der, leider, sehr viele Kollegen unterwegs sind. Sprüche wie: „Für die Kohle, steh ich nicht von der Couch auf!“ oder „Unter 700,- EUR geh ich gar nicht erst los!“lassen mir den Hals anschwellen. Warum? Weil diese Kollegen, dann an anderer Stelle am jammern sind, weil es DJs gibt, die für die hälfte oder noch weniger Musik machen. Die werden dann pauschalisiert als „Billigheimer“ oder „Möchtegern DJ“ abgestempelt. Aber ich drifte ab. Dass ist ein eigenes Thema.

Was verdien ich?
Nun, da ich sowohl in Clubs und Diskotheken auflege. Aber auch mobile Jobs annehme habe ich kein starres Gagengefüge. Außerdem richte ich meine Gage auch nachdem, was der „Kunde“ zahlen kann. Ein Hartz 4 Empfänger, kann leider nicht das zahlen, was ein GmbH Vorstand zahlen kann. Oder ein kleiner Club nicht dass, was eine große Diskothek.
Daher frag ich vorher: „Was habt ihr denn für die Musik eingeplant?“

Wenn mir dass dann zuwenig ist, dann kann ich immer noch ablehnen oder meine Unterstützung anbieten einen „günstigeren“ Kollegen zu engagieren, der für die gebotene Gage bereit ist aufzutreten.

Ok, Butter bei die Fische. An reinen DJ Gagen habe ich im Jahr 2012 einen Nettoumsatz von etwas unter 16.000,- EUR gehabt. Wenn ich von einem Gig pro Wochenende ausgehe, dann kommt eine Durchschnittsgage von 307,69,- EUR dabei raus.
Für mich ist das vollkommen in Ordnung, da ich noch einen Beruf in der Woche und noch andere Standbeine habe, mit denen ich Geld verdienen kann.

Keine Frage, wenn ich hauptberuflich als Dj arbeiten würde (und ich hab es fast 12 Jahre gemacht), dann wäre der o.g. Umsatz zu wenig.

Jeder Leser darf sich jetzt seine eigenen Gedanken machen..

Warum es sich lohnt ein Allround & Party DJ zu sein?

Meinen Entschluß nur noch ein reiner Allround- und Party DJ zu sein traf ich 2000/2001.
Vorher habe ich 10 Jahre versucht mir in der House und Technoszene als DJ einen Namen zu machen. Nebenbei habe ich auch auf Hochzeiten und in Partyareas aufgelegt.
Was mir in der House – und Technoszene immer im Weg stand, war meine Arbeit mit dem Mikrofon.
Meine Kollegen der lokalen Szene belächelten mich. Ebenso meine Kollegen aus der erweiterten Szene. Und da waren einige bei, die es zu Weltkarrieren gebracht haben.
Dennoch ging ich meinen Weg durch die Zeit. Legte in diversen Großdiskotheken, Clubs und Partys und auf Ibiza auf. Was mir immer auf den Sack ging, war der große Konkurrenzdruck, der unter den DJs herrschte. Mein Auto, mein Haus usw. Das ging mir tierisch auf den Sack.

Die Wende kam, als ich immer öfter wegen meiner Moderation und positiven Durchgeknalltheit Jobs bekam. Als ich dann nur noch als reiner Allround-& Party DJ Angebote an Diskotheken und Veranstalter verschickt habe, war ich so gut wie ausgebucht. Ich merkte, dass der Bedarf an DJs, die mit dem Mikrofon umgehen können und eine breite Musikauswahl haben mehr als gefragt sind. Der Vorteil liegt für mich klar auf der Hand. Die Vielseitigkeit. Ich mochte es noch nie, in eine Schublade gesteckt zu werden. Als Allround DJ hat man die Möglichkeit sehr flexibel zu sein. Ich kann auf Hochzeiten und privaten Partys,. auf Zeltfesten, auf Galas, die Liste läst sich noch endlos erweitern und ich kann in Diskotheken auflegen.

Ein weiterer Vor- oder sollte ich es Nachteil nennen ist der, dass es so gut wie kein Nachwuchs gibt. Es gibt einige wenige Party DJs, die in der gesamten Republik einen Namen haben, die die 50 schon überschritten haben. Ich stehe kurz vor der 4 vor der Null und mache mir für meine mittelfristige und langfristige Zukunft keine Sorgen, da es keine Jungspunde gibt, die an dem Stuhlbein sägen, um meinen Job zu bekommen. Nachteile? Ich bin viel unterwegs, habe wenig Zeit und ich brauche mehrere Tage um mich vom Wochenende zu erholen.

Für mich hat es und lohnt es sich ein Allround DJ zu sein. Es war meine beste Entscheidung mich dafür zu entscheiden!
Wie sieht es bei dir aus?