Rezension: Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen (von Thomas Sünder)

Ich habe, auf Empfehlung eines DJ Kollegen, mir das Buch „Wer Ja sagt, darf auch Tante Inge ausladen“ auf mein Kindle geladen. Es ist vom Autor sehr kurzweilig geschrieben. Thomas Sünder ist Hochzeit DJ und schreibt über seinen Alltag. Er gibt Brautpaaren für die Planung ihres Festes sehr nützliche Tipps.

Da ich auch schon sehr viele mobile Veranstaltungen und mindestens ein bis zwei Hochzeiten im Jahr als DJ begleite, stimme ich dem Autor in vielen Punkten zu. Besonders, was die Auswahl der passenden Location, dem DJ, dem Fotografen und einigen anderen Punkten angeht. Das Buch ist natürlich aus der rein subjektiven Sicht von Thomas Sünder geschrieben.

So finde ich, rein persönlich, dass einige „Bräuche“ durchaus dazu gehören. Und ein DJ auch ruhig einmal ein oder zwei kurze Tanzpausen einlegen darf. Besonders nach dem Ehrentanz, so habe ich die Erfahrung gemacht, tanzen die Gäste zwei bis drei Musiktitel lang und begeben sich dann wieder zu den Tischen oder der Theke. Ich habe sehr viele Tanten im gehobenen Alter. Und von vielen Familienfeiern weiß ich, dass die es nicht ganz so laut mögen. Daher finde ich die Tipps zur Belegung der Tische wirklich sehr hilfreich für die Gastgeber. Die älteren Gäste nicht im Bereich der Tanzfläche und in der Nähe der Lautsprecher zu platzieren.

Im Kapitel, wo es über DJs geht, musste ich mehrmals mit dem Kopf schütteln. Kein DJ hat das recht einen anderen zu beurteilen, ob er gut oder schlecht ist. Auch sagt, meiner Meinung nach, eine Homepage nicht viel über den DJ aus. Auch bin ich der Meinung, dass eine Titelliste, so wie ich sie im Vorfeld rausgebe, durchaus Sinn macht. Was die Gage für einen guten DJ angeht, liegt er wiederum ganz in dem Bereich, was für einen Hochzeit DJ angemessen ist. Aber auch ein „günstiger“ Preis, sagt noch nichts über den DJ aus. Gut finde ich den Hinweis auf Agenturen, die mit großformatigen Anzeigen in den einschlägigen Hochzeitsmagazinen werben.

Was das Thema Moderation angeht. So ist es oft so, dass die Paare keine Animationsmoderation wünschen. Aber, ein moderationsstarker DJ ist immer von Vorteil, da er mit seiner Kompetenz auch viele Dinge überbrücken kann. Und manchmal ist es, auch meine subjektive Meinung, nach durchaus Angebracht, wenn der DJ mit Moderation und dezente Animation den Saal zum kochen bringt.

Wirklich sehr hilfreich sind die Planungskapitel zur Location, Zeitplan für den Abend usw. Wo ich mit dem Autor voll übereinstimme ist das Thema Spiele. Wenn sie kurz und witzig sind. Auf das Brautpaar passen, dann können sie die Stimmung auflockern. Aber viele Spiele sind wirklich überflüssig. Was Thomas Sünder mit einigen Beispielen unterstreicht.

Ich kann jedem Brautpaar dieses, lesenswerte Buch ans Herz legen. Aber auch DJs, Bands und Alleinunterhalter werden in diesem Buch sicher noch fündig, was sie in den nächsten Vorbesprechungen mit einbauen können.

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:Verkaufen? Kann ich nicht! Oder Doch? (1)

“Bilder malen lernt man ganz von selbst, aber wie man Bilder verkauft, das sollten sie einem auf der Akademie beibringen.”

Das sagte der arabische Dichter Amrilkais bereits im 6 Jahrhundert.

Ich habe eine gute Nachricht für alle DJs, Bands, Fotografen, Alleinunterhalter und sonstige Künstler, die ihre Dienstleistung „verkaufen“ möchten oder müssen: Verkaufen kann man lernen!

Aber: Verkaufen lernt man, wie das spielen eines Instrumentes, nur in der Praxis. Um verkaufen zu lernen muss man es TUN! Vor allem aber, darf man sich nicht durch Rückschläge oder einem NEIN des Kunden verunsichern lassen. Denn, was einem viele „Verkaufstrainer“ nicht verraten ist folgendes: Den Umgang mit „Niederlagen“. Aber, ist es eine Niederlage, wenn man doch weiß, dass die Mehrzahl der Kunden NEIN sagen?

Ich habe z.B. folgendes gemacht, um das verkaufen zu lernen. Ich habe mich von einem MLM Unternehmen anwerben lassen und habe Parfum und Aloe Vera Produkte verkauft. Bei dieser Firma habe ich jedes Verkaufsseminar mitgenommen, was ich bekommen konnte. Viele werden beim lesen jetzt denken: „MLM, dass ist doch alles Betrug.“ Mit Nichten. Es ist Empfehlungsmarketing pur. Natürlich, musste ich mir auch meine „Basisausstattung“ kaufen. Ich habe mich für die günstigste Basisaustattung entschieden. Sie kostete damals 150,-. Wer kann schon ein Geschäft für 150,- eröffnen, werden sie sich jetzt sicher fragen? Ich hab mich aber mit einem ganz anderen Hintergrund „anwerben“ lassen. Ich wollte ja das Verkaufen lernen. Und wo treten auf Veranstaltungen oder bei Seminaren immer Top Verkäufer als Gastredner auf? Richtig. Bei MLM Firmen und Versicherungskonzernen. Schauen sie einmal bei Google, was so ein Verkaufsseminar im Durchschnitt kostet. Bei der MLM Firma, wo ich gewesen bin, waren die Seminare zum größten Teils kostenlos oder kosteten nicht mehr als 30,-€. Ich habe das nebenbei gemacht und habe eine Menge gelernt. Das Wissen wende ich heute in meinen Verkaufsgesprächen an. Nur verkaufe ich heute keine Parfumprodukte, sondern MICH und meine Dienstleistung.

Ich höre sie jetzt sagen: „Alles schön und gut. Hab ich auch schon alles gemacht, hat aber nicht funktioniert.“ Oder sie gehen nach der Maxime vor: „Ich will niemanden etwas andrehen.“ Verkaufen? Das sollen mal andere machen“ usw. Fakt ist doch, das wir jeden Tag etwas verkaufen. Es muss sich dabei nicht immer um ein Produkt handeln. Um ein erfolgreicher Verkäufer zu werden muss man natürlich die Grundregeln beherrschen und diese immer wieder, konsequent anwenden. Laufen lernt man auch nicht von heute auf morgen. Und ein Reiter, der vom Pferd fällt, steigt auch wieder auf. So muss ein Verkäufer lernen, mit Absagen umzugehen.

Ich weiß nicht, wie oft ich das o.g. schon gehört habe. Ich habe während meiner MLM Zeit eine Menge Leute kommen und gehen sehen. Menschen, die nach einem Seminar Top motiviert auf die Aufgabe gestürzt haben, um dann, nach einigen Tagen mit dem Worten: „Das ist doch nichts für mich…“ aufgehört haben. Warum? Weil gerade die ersten Verkaufsgespräche in der Regel Absagen zur Folge haben. Und die meisten geben nach einigen Versuchen auf. Dabei ist verkaufen nur ein Zahlenspiel. So wie ich es oben bereits beschrieben habe. Sehen sie Absagen einfach als folgendes: Als lästiges Übel. Je mehr Absagen sie haben, desto sicherer wird ihr Erfolg sein.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich gerade Künstler, Bands, Alleinunterhalter, DJs, Fotografen, Handwerker etc. mit dem Verkauf ihrer Dienstleistung sehr schwer tun. Aber um Geld zu verdienen, muss man sich halt auch verkaufen. Und frei nach Atze Schröder: „Verkaufen? Mit ein bisschen Überwindung bekommt das jeder hin“.