Dresscode oder Kleider machen Leute…

Dresscode oder Kleider machen Leute…

Dresscodes gibt es überall. Hast du z.B. schon mal einen Bankberater in Shorts oder Holzfällerhemd hinterm Schalter gesehen? Oder einen Mitarbeiter von McDonalds ohne seine Firmenkleidung? In vielen Clubs und Diskotheken gibt es auch eine „Kleiderordnung“ und der Türsteher achtet streng darauf. Sogar ich habe schon einmal den Spruch: „Du kommst hier nicht rein“, aufgrund meiner gewählten Kleidung gehört.

Ich stelle die Frage: „Sollte ein DJ auch einen Dresscode haben, bzw. einhalten?“ Meine Antwort ist definitiv: JA!

Meine persönliche Kleiderordnung hängt von der jeweiligen Veranstaltung ab. Bei einem Club-Gig kleide ich mich individuell. Auf einer Beachparty stehe ich mit Hawaii Hemd und Shorts auf der Bühne und auf einer Hochzeit trage ich Abendgarderobe oder zur Jeans ein Hemd, eine Weste und ein Sakko.  Ich bin immer wieder erschrocken, was ich manchmal sehe, wenn ich privat auf Feiern eingeladen bin. Auch DJs, die sich als „Profis“ bezeichnen treten nicht immer profihaft auf, was die Auswahl der Kleidung angeht. Viele DJs treten nicht als Geschäftsleute auf, doch das ist ein anderes Thema.

Bei Hochzeiten solltest du dich so kleiden, als wärst du selber Gast auf einer Hochzeit. Als DJ repräsentierst du dich selber als „Firma“ bzw. als „Marke“ (Siehe oben, Bsp. McDonalds). Glaub mir, die Leute werden es bemerken, wenn DU der EINZIGE bist, der sich nicht angemessen und entsprechend dem Anlass gekleidet hat.

In diesem Sinne…

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Die heiße Schlacht am kalten Buffet

Die heiße Schlacht am kalten Buffet

Ich habe bei Facebook in einer Hochzeitsgruppe die Frage einer Braut gelesen, die eine Schlacht am Buffet verhindern möchte.

Ich empfehle oft das „Lampenspiel“. Eine kleine Schlange am Buffet wird nie verhindert werden. Aber wie bei allen Spielen ist der Hintergrund, die Gesellschaft etwas aufzulockern.

Und das geht so:

Annahme: Auf der VA sind 100 Gäste an zehn Tischen verteilt. Pro Tisch sitzen 10 Personen.

Der Gastgebertisch hat eine Lampe (z.B. Den Nachbau einer Petroleumlampe) auf dem Tisch stehen. Dieser Tisch geht als erstes ans Buffet. Wenn drei bis vier Personen mit ihren Tellern wieder am Tisch angekommen sind, bringt eine Person dieses Tisches (meist die Gastgeberin bzw. der Gastgeber) die Lampe zum nächsten Tisch. Wenn dann wieder drei bis vier Personen am Tisch angekommen sind bringt wieder eine Person die Lampe zum nächsten Tisch. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis alle beim Buffet waren.

Eine weitere Variante ist, dass wenn die erste Person des Gastgebertisches wieder am Tisch ist, alle anderen Tische mit „Lautstärke“ die Lampe fordern. Der erste Tisch bleibt ruhig. Alle anderen Tische, die schon am Buffet waren, bleiben natürlich auch ruhig. Auf einer VA, waren die Gäste so gut drauf, dass sie z.B. auf den Tisch getrommelt haben und „We will Rock you“ gesungen haben. Ein anderer Tisch hat geschunkelt und „An der Nordseeküste“ gesungen. Ein anderer hat eine Welle gemacht. So war mir schon beim Essen klar, dass mit diesen Gästen an dem Abend einiges an Stimmung möglich war.

Natürlich kann statt einer Lampe auch jeder andere Gegenstand genommen werden.

Eine weitere mögliche Variante lange Schlangen am Buffet zu vermeiden, ist: Den Tischen Mottos oder Namen geben. Auf einer Hochzeit haben die Tische Serien- und Filmtitel bekommen. Ich musste dann die entsprechenden Musiken dazu spielen. Wenn der entsprechende Song kam, durfte der Tisch zum Buffet. Auf einer anderen Hochzeit hatten die Tische die Namen der Urlaubsorte, wo das Brautpaar mir sagte, welche Musik ich zu den einzelnen Tischen spielen sollte. Sie waren z.B. in Miami. Ich spielte dann Miami von Will Smith.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Aufträge über Facebook Gruppen (2)

Aufträge über Facebook Gruppen (2)

Im letzten Artikel habe ich eine Vorgehensweise vorgestellt, wie man Aufträge aus Anfragen in Facebook Gruppen generieren kann. Es ist eine Vorgehensweise, die mit einem gewissen Aufwand verbunden ist und gewisse Skills erfordert.

Die andere Methode, die ich vorstellen möchte, ist zwar auch mit etwas Aufwand verbunden, wird aber dem Großteil der Leser mehr liegen.

Doch bevor ich in das Thema einsteige möchte ich nochmal die gängige Vorgehensweise darlegen.

Du siehst in einer Facebook Gruppe für Hochzeiten, dass ein Brautpaar einen DJ für ihre Hochzeit sucht. Was passiert?

Viele DJs posten einen Link zu ihrer Homepage, wie im folgendem Beispiel.

Facebookgruppen

„Nur“ den Link posten, schreiben, dass man mal bei ihnen vorbeischauen soll und hoffen, dass sich der oder die Suchende bei einem meldet und man den Auftrag bekommst, ist wie Lotto spielen. Die Chance, so einen Auftrag zu bekommen, ist sehr gering. Was meine Umfrage bei DJs auch bestätigt.

„Compounding“

Die folgende Vorgehensweise kennt wohl jeder. Ich habe sie aus meiner Zeit in der ich in der Inkassobranche gearbeitet habe abgeleitet. In der Inkassobranche ist das eine gängige Praxis. Und ich dachte mir, was im „negativen“ funktioniert, funktioniert auch im positiven: Die zeitlich versetzte Weiterverfolgung (Compounding).

Das funktioniert wie folgt:

Man bekommt die erste Mahnung. Wenn auf diese nicht reagiert wurde kommt die zweite Mahnung. Diese nimmt Bezug auf die erste Mahnung und so weiter.

Übertragen auf die DJ Suche gehst du wie folgt vor.

Du gehst auf die Seite des bzw. derjenigen die sucht und schreibst eine PN. In dieser PN nimmst du Bezug auf die Suche und bietest deine Dienste an. Du machst in der ersten Ansprache auch dein Angebot. Idealerweise hängst du dieser Nachricht einen Flyer (PDF) an. Ein Link zu deiner Webseite oder zu einem Präsentationsvideo usw.

Soweit so gut. Das machen viele. Die meisten schicken allerdings nur eine PN und belassen es dann dabei. Mit der Compounding-Methode bist du hartnäckiger und sie erfordert nur geringen Mehraufwand.

Nach einer Woche schickst du eine zweite PN und nimmst Bezug auf dein Angebot aus der ersten PN. Eine Woche später schickst du eine dritte PN usw. Das machst du solange bis du den Auftrag hast oder eine Absage bekommst. Der Vorteil dieser Methode. Nach der Masse an Postings und PNs stichst du (idealerweise) aus der Masse hervor und bekommst den Auftrag.

Wenn du dir entsprechende Textbausteine fertigstellst, dann hält sich der Aufwand sogar in Grenzen.

Statt einer PN oder Mail, nehme ich lieber den klassischen Weg. Ich recherchiere die Adresse und ich gehe wie oben vor. Nur mache ich das Ganze in Papierform. Es kostet ein wenig Porto, dafür hat der „Kunde“ aber auch was in der Hand. Die Adresse schreibe ich mit der Hand auf den Umschlag. Dies verleiht meinem Schreiben eine persönliche Note. Ein weiterer Vorteil: Mein Brief wird garantiert aufgemacht, da er nicht wie ein klassischer Werbebrief aussieht. Mit dieser Vorgehensweise habe ich auch sehr gute Ergebnisse erzielt, da ich garantiert aus der Masse hervorsteche..;-)

Viel Erfolg!

Anregungen, Fragen oder Kritik? Nutzt dafür die Kommentarfunktion oder schickt mir eine Mail an: markoholtwick(at)gmx.de

 

 

 

Aufträge über Facebook Gruppen (1)

Aufträge über Facebook Gruppen (1)

Wer kennt das nicht als DJ? Du bist Mitglied in einer Hochzeitsgruppe bei Facebook und ein Brautpaar sucht für ihren Termin noch einen DJ.

Viele DJs posten in die Kommentare, dass sie noch frei haben, einen Link zu ihrer Homepage, Facebookseite oder einen langen Text, wieso gerade „ER“ (ja es gibt auch weibliche DJs, aber ich nehme hier die männliche Anrede) DER Beste DJ für diese Hochzeit ist.

Aus Gesprächen mit vielen Brautpaaren (und eigenen Erfahrungen als DJ Koordinator in einer Diskothek) weiß ich, dass sie mit dem Angebot oft sehr überfordert sind.

Ich habe recherchiert und Umfragen bei DJs gemacht, wie viele über einen Post in den Kommentaren einen Job generieren konnten. Die Mehrzahl der Teilnehmer hat angegeben, dass sie keinen Job generieren konnten. Durch Empfehlung ehemaliger Kunden in den Kommentaren, konnten einige Aufträge generieren und nur zwei Teilnehmer konnten durch ein eigenes Posting einen bis zwei Aufträge generieren.

Ich möchte dir zwei Vorgehensweisen an die Hand geben, die ich aus früheren beruflichen Tätigkeiten bei einer großen Bank und aus dem Dialog-Marketing übernommen habe und erfolgreich auf mein DJ Business übernommen habe.

Beide Vorgehensweisen sind mit etwas Arbeitsaufwand verbunden. Ups, habe ich jetzt das böse Wort „Arbeit“ geschrieben? Du bist doch DJ geworden, weil Du nicht viel arbeiten möchtest, oder? Aber wer Erfolg haben möchte, sollte und muss bereit sein anders zu denken und auch mehr zu leisten als andere. Du kannst natürlich auch weiter den Link zu deiner Homepage posten. Aber, was unterscheidet dich dann von den anderen, die ihre Dienstleistung in die Kommentarfunktion posten?

Du wirst sehen, es kann sich für dich lohnen, wenn du so vorgehst, wie ich es häufig praktiziere bzw. praktiziert habe.

Vorgehensweise 1/ Per Telefon

  • Du gehst auf das Profil der Person, die einem DJ sucht.           Hier erfährst du schon einiges über die Person. Zum Beispiel in welchem Ort sie lebt.
  • Vielleicht ist die Telefonnummer hier bereits angegeben.
  • Wenn die Telefonnummer nicht angegeben ist, öffnest du Google bzw. KlickTel, Das Örtliche oder ähnliche Portale und suchst in dem Ort nach der Person. Findest du die Telefonnummer:
  • Rufst du die Person an.

Einige könnten jetzt hier aufschreien und sagen: „Kalt-Akquise am bzw. mit dem Telefon ist doch verboten!“

Hier handelt es sich nicht um telefonische Kalt-Akquise, da der Kunde ja öffentlich eine „Ausschreibung“ getätigt hat.

Wenn du die Telefondaten des Kunden herausgefunden hast, nimmst du dein Telefon in die Hand und rufst ihn an. Dies machst du auch nicht unvorbereitet. Es empfiehlt sich einen Gesprächsleitfaden zur Hand zu haben. Ich habe viele hundert Mails bekommen von DJs, die sich bei mir beworben haben. Die Ansprache bei vielen ließ wirklich zu wünschen übrig. Daher mein Ratschlag: Mach dir Gesprächsleitfaden!

Hier ein Vorschlag:

„Guten Tag Frau XY, mein Name ist Marko Holtwick. Ich bin Disc Jockey und ich habe in der Facebookgruppe XY ihre Suche nach einem DJ für Ihre Hochzeit gesehen.

Ich würde Ihnen gerne ein Angebot unterbreiten und Ihnen meine ausführlichen Unterlagen zukommen lassen.“

Ob du dein Infomaterial per Post oder Mail verschickst, das fragst du nach. Am besten ist natürlich eine Mail, da du dir dann auch noch das Porto sparst.

Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist: Du hast den Kunden/in persönlich am Telefon. Du stichst aus den 150 Kommentaren hervor. Du zeigst dem Kunden, dass du wirklich Interesse hast.

Ich habe mit dieser Vorgehensweise guten Erfolg. Natürlich benötigst du gute Umgangsformen am Telefon und eine gewisse Überwindung, einen fremden Menschen anzurufen. Ich habe, durch meine langjährige Erfahrung im Dialogmarketing, eine geringe Hemmschwelle. Aber, wenn du das ein paar Mal so gemacht hat, dann kommt auch mit jedem Mal mehr Routine dazu. Dies ist kein Versprechen, dass es bei jedem Kunden und DJ funktioniert.

Falls du noch Fragen hast zu dieser Vorgehensweise hast, dann schreib mir doch einfach eine Mail an: markoholtwick@gmx.de

 

Sei mehr als nur ein DJ

Du kaufst dir einen Anhänger voll Equipment, lädst dir von diversen Webseiten 30.000 und mehr Musiktitel runter, lässt dir Visitenkarten drucken, eine Homepage einrichten und erzählst dann jedem: »Hey, ich bin jetzt DJ!«
Nie war es, seitdem dem Aufkommen von MP3 Playern, Festplatten im Terrabytebereich und schnellen Internetverbindungen, einfacher DJ zu werden als heute.
Du musst also mehr sein, als nur ein DJ!

Um in diesem Geschäft erfolgreich zu sein, musst du mehr können, als ein paar Musikstücke hintereinander abzuspielen.
Du musst wissen, wann du welche Musik spielst, wie laut du sein darfst, wann du etwas ändern oder etwas durchs Mikrofon sagen musst usw. usw.
Um Geld zu verdienen, musst du halt mehr können, als nur Musik auflegen.

Du musst ein Geschäftsmann werden. Doch viele denken nicht wie ein Geschäftsmann. Das sehe ich u.a. an den vielen Gagendiskussionen in diversen Facebookgruppen. Viele DJs träumen von vollen Auftragsbüchern, jammern aber über »Billig DJs« und sind mitunter nicht weit von der Pleite entfernt.
Und noch ein Fakt: DJs gibt es wie Sand am Meer.
Ich hab es oben bereits geschrieben:
Sei mehr als NUR ein DJ! Du musst dich abheben, wenn du mehr sein willst, als NUR ein Durchschnitts DJ?
Vor allem darfst du nicht (nur) wie ein DJ denken. Und noch einmal: Du musst lernen wie ein Geschäftsmann zu denken. Du solltest in diese und in andere Fähigkeiten investieren, um dich von der Masse abzuheben.

Du kannst dich aber auch weiter an den nie enden wollenden Gagendiskussionen beteiligen…

In dieser Artikelreihe möchte ich dir Anregungen und Denkanstöße geben, die über den Tellerrand des „normalen“ DJ dasein hinausgehen.

In diesem Sinne.

Empfehlung:

Preisgestaltung für Mobil-DJs

Preisgestaltung  für Mobil-DJs

Als Mobil-DJ erfüllst du eine Menge Funktionen, die über das eigentliche auflegen hinaus gehen.Du bist: Roadie, Licht- und Tontechniker, Event-Planer, Moderator, Animateur und natürlich DJ in Personalunion.Erfahrene DJs können das Publikum lesen und dafür sorgen, dass eine Veranstaltung in Schwung kommt. Aber, berechtigt dieses „Mehrangebot“ auch dazu einen höheren Preis zu verlangen? Ich denke, JA!

Ich möchte in diesem Artikel aufzeigen, wie du einen wettbewerbsfähigen Preis gestalten kannst.

Basis-Preis-Struktur

Manche DJs haben mir in Gesprächen gesagt, dass sie immer den gleichen Preis nehmen. Egal ob für einen Firmen-Event, eine Hochzeit oder einen Geburtstag. Du möchtest jedoch höhere Preise generieren. Dazu, solltest du folgendes wissen:

Preise variieren. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als erstes: Der Wettbewerb am Markt. In einer Region, wo es sehr viele Mitbewerber gibt, wird (leider) sehr viel über den Preis geregelt.

Ich und das machen viele andere DJs und Firmen nehmen für die Preisgestaltung aber auch noch andere Dinge ins Auge.

– Anlass

– Jahreszeit

– Tag

– Location

– Extras

– Budget

Zu den o.g. Punkten, gleich mehr.

Es gibt DJs die nehmen Pauschalgagen. Und es gibt welche, die nehmen Stundensätze oder eine Kombination aus Pauschal- und Stundensatz. Pauschalgagen bewegen sich durchschnittlich im Rahmen von 300-1000,- Euro und Stundensätze zwischen 50-150,- Euro. Sehr beliebt bei vielen Mobil-DJs ist die Kombination für 3-6 Stunden eine Pauschale und dann jede weitere Stunde mit einem Stundensatz zu berechnen.

Der Umsatz kann noch gesteigert werden, wenn Zusatzangebote mit „verkauft“ werden. Zum Beispiel: Zusätzliche Lichteffekte, Zusatztechnik (Mikrofone etc.), Karaoke, Künstler, Animateure usw.

Ich komme nun zu den o.g. Punkten, die Einfluss auf die Preisgestaltung haben.

Es gibt verschiedene Anlässe, zu denen eine DJ gebucht wird. Ich unterscheide zwischen Firmen- und Privatveranstaltungen. Bei privaten Veranstaltungen unterscheide ich auch noch einmal. Wieso?

Beispiel Hochzeit: Zu diesem „einmaligen“ Tag nimmt Herr und Frau Mustermann so viel Geld in die Hand, wie später niemals wieder in ihrem Leben. Alles wird schon dadurch teurer, wenn „Hochzeit“ drauf steht. Die meisten Hochzeiten finden in einem bestimmten Zeitraum (Jahreszeit/ Monat/ Tag) in besonderen Locations statt. Das Budget für einen DJ wird höher angesetzt, als z.B. für einen runden Geburtstag. Alle verlangen für das Thema „Hochzeit“ mehr Geld. Der Fotograf, der Florist, der Friseur usw.. Wieso dann nicht auch der DJ?

Eine durchschnittliche Hochzeit kostet in Deutschland 15.000 – 30.000,- Euro. Sicherlich hast du auch schon einmal den Spruch:“ Eine Veranstaltung steht und fällt mit der Musik“, gehört. Wenn ich statt des Spruches das Pareto-Prinzip ansetze, ist der DJ zu 80 Prozent zum Gelingen einer Veranstaltung verantwortlich. Natürlich auch für Misserfolg.

An dieser Stelle möchte ich einmal fragen: „An was erinnert man sich nach einer (Hochzeit) Feier am meisten?“

  1. Die Musik?
  2. Das Essen?
  3. Das Brautkleid?
  4. Dramen?

Würde der DJ nach dem Pareto-Prinzip (80/20) bezahlt werden, dann bekäme er bei einem Hochzeitsbudget von, um es einfacher zu halten, 20.000,- Euro, 16.000,- Euro. Traumhafte Vorstellung, oder?

Natürlich ist diese Gage jenseits der Realität. Aber wie liest sich eine Gage von 3.200,- Euro? Das wären „nur“ 20 von den 80 Prozent. Hand aufs Herz. Auch 3.200,- Euro wären am Mobil DJ Markt nicht erzielbar. Auch ohne Konkurrenz der so genannten „Billig DJs“.

Aber wie sieht es mit 2.000,- oder 1.600,- Euro aus? Das, wären 10 Prozent vom Gesamtbudget bzw. der o.g. 80 Prozent. Auch 800,- Euro wären für viele DJs eine traumhafte Gage. In einer Umfrage habe ich ermittelt, dass der Durchschnittspreis für eine Hochzeit bei 650,- Euro liegt.

Wenn du den Preis für eine Veranstaltung gestaltest, dann mach dir die Arbeit und beziehe alle Faktoren mit ein. Splitte deinen Preis auf. Also nicht nur die Zeit, die du Musik machst. Auch die Zeit für das planen, Telefon- und persönliche Treffen, An- und Abfahrt, Auf- und Abbau, verwaltungstechnische Ausgaben (z.B. GEMA) usw.

Ich mache es oft so, dass ich die Kunden frage, welches Gesamtbudget sie für eine Feier haben. Ich sage dann: “Ich berechne 10 Prozent des Gesamtbudget“. Nach einer kurzen Pause, sage ich, dann meinen Preis und: “Wir können über alles verhandeln, nur nicht über den Preis!“

Tipp für Newcomer

Erfahrung und ein guter Ruf sind zwei Faktoren, die du bei der Preisgestaltung beachten solltest. Ein Newcomer darf und sollte sich günstiger anbieten als ein erfahrener und etablierter DJ. Du solltest deinen Kunden gegenüber so ehrlich sein und sagen, dass du ein Newcomer bist und deshalb auch weniger nimmst als andere. Sobald dein Ruf wächst, kann der Preis entsprechend steigen.

Spitzen-Gagen

Ich habe oben das Beispiel der Hochzeit genannt, wo du durchaus mehr Gage nehmen kannst und darfst, als für einen 40. oder 50. Geburtstag.

Am Markt hat sich das Model: Basis-Preis für 3-6 Stunden und jede weitere Stunde wird extra berechnet. Hier berechnest du am besten für jede angefangene halbe Stunde, die du länger spielst. Reduziert garantiert Diskussionen bzgl. des Stundensatzes.

Ich empfehle in den „Hochzeits- und Feiermonaten“ April, Mai, Juni, September, Oktober und Dezember mehr Gage zu verlangen. In diesen Monaten finden die meisten Hochzeiten, Schützen-, Stadt- und Volksfeste statt. Musik wird für diese Veranstaltungen meist 6-12 Monate im voraus geplant und gebucht.

Weitere Hochpreisveranstaltungen sind z.B. Silvester oder Firmenjubiläen.

Wenn du als DJ zusätzliche Funktionen, wie z.B. die eines Zeremonienmeisters oder Moderators übernehmen sollst, solltest du einen Aufschlag nehmen.

Discount

Wie in jedem Markt, kann auch im Mobil-DJ Markt ein Angebot ein Anreiz sein, dass du gebucht wirst. Überlege, ob du die Möglichkeit von Rabatten direkt in deine Preisgestaltung einbeziehst.

So könntest du Rabatte gewähren für:

– gemeinnützige Organisationen

– Kunden die eine Vorauszahlung leisten

– Kunden, die dich mehrmals im Jahr buchen.

Beim letztgenannten Tipp ziehst du den Rabatt beim letzten Job des Jahres, den du für den Kunden gemacht hast, ab.

Bewährt haben sich auch „Package-Deals“. Also Low-, Middle- und Highprice- Deals.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel eine Anregung für deine Preisgestaltung geben.

Wie wirst du deinen Preis in Zukunft gestalten?

Marko Holtwick

Der Allround DJ