Warum ich meine Bücher selbst verlege….

Ich hatte gestern das Vergnügen einen Tag mit einem sehr bekannten Sportmoderator zu verbringen. Neben den Seminarthemen erfährt man auch die ein oder andere Anekdote. Ulli Potofski philosophierte ein wenig über seine Zukunft. Die sieht er im Bücher schreiben. Ein Kollege, erwähnte dann, dass ich ja auch ein Buch geschrieben habe. Er fragte, bei welchem Verlag ich sei. Ich sagte, ich habe mich dazu entschieden meine Büch selbst zu verlegen. Was er sehr interessant fand. Wobei Selbstverleger in Deutschland, leider, einen sehr schweren Stand haben. Sie werden nicht als vollständige Autoren anerkannt. Wikipedia verweigert auch Literaturangaben aus dem Book on Demand Bereich. Anscheinend muss man einen Verlag im Rücken haben, um als Autor etwas zu gelten.

Ich erklärte Ulli, dass ich durchaus bei einem bekannten Verlag hätte veröffentlichen können. Der Verlag bringt mehrere Magazine und Fachbücher für den Musikbereich heraus. Dieser Verlag bot mir einen Vertrag über eine Erstveröffentlichung von 1500 Exemplaren an. 100 Exemplare hätte ich zum EK garantiert abnehmen müssen. Der VK sollte 19,90 EUR betragen. Mit den 100 Exemplaren hätte ich die Druckkosten des Verlages gezahlt. Pro verkauften Buch, hätte ich ein Honorar von etwas über einem Euro bekommen. Ich hab es abgelehnt.

Ich machte mich dann schlau und las einige Bücher über Verlagsgründung und kam mit dem Begriff „Book on Demand“ in Kontakt. Bei Google fand ich die Firma BoD. Eine Tochterfirma des Großbuchhändlers Libri. Das Angebot beinhaltete den Vertrieb über den stationären und Onlinebuchhandel. Vor allem, dass mein Buch auch bei Amazon zu bestellen war (ist), war für mich entscheidend. Und dass ich den Verkaufspreis und die Marge selbst bestimmen konnte. Mittlerweile habe ich mehr als die, vom renommierten Verlag, angebotene Erstauflage verkauft und mein Autorenhonorar liegt weit über dem, was mir angeboten wurde. Der Nachtteil. Ich muss vom Layout, Satz, Covererstellung etc. alles selber machen. Was schon eine Menge Zeit in Anspruch genommen hat.

Als nächstes ist eine Hörbuchauflage und eine Aktualisierung geplant, da sich in Sachen GEMA ja einiges für DJs geändert hat. Meine zukünftigen Publikationen, werde ich weiterhin selber verlegen. Ich stelle fest, dass ich immer wieder belächelt werde, wenn Kollegen meine Bücher in die Hand nehmen und darin blättern. Ich lächele sie dann an und sage dann oft: „Lach du ruhig, ich lach alle drei Monate, wenn ich die Verkaufszahlen bekomme….“

In diesem Sinne…

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