Mythos Mundpropaganda! (Teil 2)

Schon Oscar Wilde sagte: „Man sollte immer ein wenig unwahrscheinlich sein.“ Das heißt, dass man nicht nur „Dienst nach Vorschrift“ machen darf, sondern dem Kunden immer mehr geben sollte als dieser erwartet. Warum machen dann so viele Menschen es dann nicht? Ich höre, leider, viel zu oft: „Der Kunde bekommt nur das, für was er bezahlt. Extras kosten extra!“ Mit dieser „Buchhalter-Mentalität“ kommt man bestimmt gut durchs Leben. Aber, da bin ich mir sicher: Wer immer mehr gibt als man von ihm erwartet, der wird langfristig Erfolg haben.

Ganz wichtig finde ich, und das ist für mich das oberstes Gebot, um Mundpropaganda selbst zu steuern: Um Empfehlungen bitten. Ja, man muss die Empfehlung AKTIV einfordern! Von Alleine empfiehlt ein Kunde ganz selten von sich aus.

Oft sieht es doch so aus, dass ein interessierter „Neukunde“ den Veranstalter oder das Hochzeitspaar fragt: „Hör mal, der DJ, der bei dir auf der Feier war. Kannst du mir dessen Telefonnummer geben? Ich (der Neukunde) fand den gut.“ Hier ist der ehemalige Auftraggeber nicht aktiv geworden und hat den DJ empfohlen. Und so spielt es sich in 80-90% der Fälle ab.

Aktives Empfehlen sieht z.B. so aus. In einem Gespräch kommt man auf das Thema Hochzeit, Geburtstag etc. Ein zufriedener Kunde würde jetzt folgendes machen. „Du, der DJ (die Band, der Caterer etc.) die bei uns auf der Feier waren, der war super. Den kann ich die wärmstens ans Herz legen. Ich schick dir morgen die Nummer.“

Noch ein Beispiel:

Sicher hat schon jeder einmal einen Werbebrief bekommen, in dem „Kundenstimmen“ abgedruckt waren. Oder hat eine Dauerwerbesendung gesehen, wo glückliche und zufriedene Kunden von dem Produkt schwärmen und welche Erfolge sie damit hatten? Und jetzt mal Hand aufs Herz. Wer ist nicht schon mal auf diese Art der „Empfehlung“ rein gefallen und hat zum Telefon gegriffen und das Produkt geordert.

Was hat die Firma gemacht? Sie hat die Empfehlung AKTIV von ihren Kunden eingefordert. Und nur zufriedene Kunden geben eine Testimonial ab. Also, mache ich es wie die „großen“ und leite es für mich ab. Wenn ich einen Job erledigt habe, dann sage ich zu meinen Kunden: „Wenn es ihnen gefallen hat, dann empfehlen sie mich weiter. Wenn es ihnen nicht gefallen hat, dann erzählen sie es MIR!“

Oder, was ich auch sehr häufig mache, wenn ich mit Menschen im Kontakt bin und wir auf berufliche Themen kommen. Und die Frage kommt: „Was machen Sie beruflich?“, dann scheue ich mich beim Abschluss des Gespräches nicht zu sagen: „Wenn sie mal „meine Dienstleistung“ benötigen sollten, dann freue ich mich über ihren Anruf. Und sofern sie jemanden kennen sollten, der in naher Zukunft das benötigt, was ich anbiete, dann freue ich mich über ihre Empfehlung!“

 Es ist also gar nicht so schwer, aktiv selbst um Empfehlungen zu bitten und Mundpropaganda dadurch zu steuern.

In diesem Sinne…

 

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Die lieben Steuern

Ich hatte mich am letzten Freitag mit einer Tänzerin unterhalten können, die auf selbstständige Basis als Tanztrainerin und „Go Go“ arbeitet.
Sie klagte mir ihr Leid, dass sie für 2013 mehrere hundert Euro an Steuern zahlen müsse und vierteljährlich eine Vorauszahlung leisten müsse. Ein Thema, dass nicht nur meine Bekannte, sondern auch andere Künstler, Musiker, und natürlich auch DJs betrifft.

Was mich erschreckt ist die Tatsache, dass sich 80, wenn nicht sogar 90 Prozent der Personen, mit denen ich mich über das Thema Geld und Steuern unterhalte, keine Ahnung haben. Einige vertrauen ihrem „Steuerberater“ blind oder hören auf Leute, die ihnen bei der Steuer helfen.
Dabei ist es doch gar nicht so kompliziert sich damit auseinander zu setzen. Jeder sollte über das Thema das Wissen, was für ihn relevant ist!

Ich spreche aus leidlicher Erfahrung. Als ich mich 1998 als DJ selbstständig gemacht habe, habe ich meine Steuern selber gemacht. Habe mir Literatur besorgt für Kleinunternehmer. Ich möchte keine Werbung machen, aber die Firma Rentrop bringt da sehr gute Loseblattwerke heraus, mit denen es sehr einfach ist, seine Steuerangelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Alles lief super, bis ich, weil ich eine Gbr. gegründet habe, einen Steuerberater konsultiert habe.
Ich habe ihm alles erläutert, was ich seit Gründung alles so gemacht habe. Welche Steuervergünstigungen ich in Anspruch genommen habe etc. Mit der Bitte, dies bei der künftigen Berechnung der Steuern zu berücksichtigen.

2002 kam dann der große Hammer. Ich bekomm meine GuV Rechnung vom Steuerberater und freute mich wie ein König. Unterm Strich: Keine Steuern zahlen. Dann kommt der Bescheid vom Finanzamt. Ich sollte über 28.000 EUR als Gewinn versteuern. Warum, weil der Steuerberater Mist gebaut hat. Ich sag es nicht gerne, da ich auch eine Menge gute Steuerberater kenne. In diesem Fall hat er noch versucht seinen Fehler zu berichtigen. Ich musste dennoch in den sauren Apfel beißen und noch 14.000 EUR als Gewinn versteuern. Ich möchte hier nicht weiter ins Detail gehen, welche Steuervergünstigungen ich in Anspruch genommen habe. Es soll nur deutlich machen, dass es notwendig ist, soviel über das Thema zu wissen, dass man seinem Berater auf diverse Dinge hinweisen kann, sofern er sie nicht selbst berücksichtigt. Oder, sich selbst hinsetzt und diese Dinge selbst erledigt. Mein Steuerberater verzichtete auf den Ausgleich seiner Rechnung und ich habe meine Steuern ab dem Jahr 2003 wieder selber gemacht. Seitdem läuft es wieder.

Meine Bekannte, viel mir fast um den Hals, als ich ihr ein paar Dinge erzählte, die sie bzw. ihre Bekannte, die die Steuern macht, nicht berücksichtigt hat.
Ich arbeite z.B. gerne mit den gesetzlichen Pauschalen. Weil da kein Finanzbeamter anfängt Fragen zu stellen. Beispiel gefälligst?
Das Arbeitszimmer. Häufiger Streitpunkt. Doch hier gibt es eine Pauschale, die man in das EÜR Formular einträgt und schon wird der „Gewinn“ um diese Pauschale gemindert
Oder die Verpflegungspauschale. Die gerade erst nach oben angepasst wurde. Wenn ich länger als 8 Stunden für meine Tätigkeit unterwegs bin, dann trag ich 12 EUR dafür ein. Wenn ich mehr als 24 Stunden unterwegs bin sogar 24 EUR. Diese beiden Tatsachen habe ich meiner Bekannten erzählt.
Sie war über glücklich. Hat leider ihre Steuern schon gemacht. Wo ich ihr dann noch den Rat gegeben habe, nächstes Jahr die Steuern nicht vor dem Stichtag einzureichen. Das muss dann aber jeder so machen, wie er es für richtig hält. Ich beantrage per se immer Fristverlängerung und zahle meine Steuern meist ein Jahr später.
Man sagt ja, dass bei Geld die Freundschaft aufhört. Warum gibt man so wichtige Geldangelegenheiten aus der Hand? Zumindest sollte man seine „Berater“ immer auf den Zahn fühlen und hinterfragen. Das gilt auch für seinen Bankberater… Aber das ist ein anderes Thema.

In diesem Sinne

Warum ich meine Bücher selbst verlege….

Ich hatte gestern das Vergnügen einen Tag mit einem sehr bekannten Sportmoderator zu verbringen. Neben den Seminarthemen erfährt man auch die ein oder andere Anekdote. Ulli Potofski philosophierte ein wenig über seine Zukunft. Die sieht er im Bücher schreiben. Ein Kollege, erwähnte dann, dass ich ja auch ein Buch geschrieben habe. Er fragte, bei welchem Verlag ich sei. Ich sagte, ich habe mich dazu entschieden meine Büch selbst zu verlegen. Was er sehr interessant fand. Wobei Selbstverleger in Deutschland, leider, einen sehr schweren Stand haben. Sie werden nicht als vollständige Autoren anerkannt. Wikipedia verweigert auch Literaturangaben aus dem Book on Demand Bereich. Anscheinend muss man einen Verlag im Rücken haben, um als Autor etwas zu gelten.

Ich erklärte Ulli, dass ich durchaus bei einem bekannten Verlag hätte veröffentlichen können. Der Verlag bringt mehrere Magazine und Fachbücher für den Musikbereich heraus. Dieser Verlag bot mir einen Vertrag über eine Erstveröffentlichung von 1500 Exemplaren an. 100 Exemplare hätte ich zum EK garantiert abnehmen müssen. Der VK sollte 19,90 EUR betragen. Mit den 100 Exemplaren hätte ich die Druckkosten des Verlages gezahlt. Pro verkauften Buch, hätte ich ein Honorar von etwas über einem Euro bekommen. Ich hab es abgelehnt.

Ich machte mich dann schlau und las einige Bücher über Verlagsgründung und kam mit dem Begriff „Book on Demand“ in Kontakt. Bei Google fand ich die Firma BoD. Eine Tochterfirma des Großbuchhändlers Libri. Das Angebot beinhaltete den Vertrieb über den stationären und Onlinebuchhandel. Vor allem, dass mein Buch auch bei Amazon zu bestellen war (ist), war für mich entscheidend. Und dass ich den Verkaufspreis und die Marge selbst bestimmen konnte. Mittlerweile habe ich mehr als die, vom renommierten Verlag, angebotene Erstauflage verkauft und mein Autorenhonorar liegt weit über dem, was mir angeboten wurde. Der Nachtteil. Ich muss vom Layout, Satz, Covererstellung etc. alles selber machen. Was schon eine Menge Zeit in Anspruch genommen hat.

Als nächstes ist eine Hörbuchauflage und eine Aktualisierung geplant, da sich in Sachen GEMA ja einiges für DJs geändert hat. Meine zukünftigen Publikationen, werde ich weiterhin selber verlegen. Ich stelle fest, dass ich immer wieder belächelt werde, wenn Kollegen meine Bücher in die Hand nehmen und darin blättern. Ich lächele sie dann an und sage dann oft: „Lach du ruhig, ich lach alle drei Monate, wenn ich die Verkaufszahlen bekomme….“

In diesem Sinne…

Mythos Mundpropaganda!

Ich höre und lese von DJ Kollegen immer: „Ich bekomme meine Aufträge über Mundpropaganda“.
Doch was ist diese „Mundpropaganda“ überhaupt? Wenn man es genau nimmt, dann ist „Mundpropaganda“ nichts anderes als „Empfehlungs- bzw. Netzwerkmarketing“.
Doch wie baut man sich als DJ, Künstler, Fotograf, Band, Caterer etc. „Mundpropaganda“ auf? Kann man das überhaupt? Selber dafür sorgen, dass man über jemanden spricht. Natürlich positiv. Mundpropaganda kann nämlich auch negativ sein.
Gerade Newcomer können noch nicht über die Kontakte verfügen, über die ein alter Hase in seiner Branche oder seiner Region verfügt.
Der Newcomer muss also folgendes machen:
1. Er muss sich ein Netzwerk aufbauen.
2. Er muss dafür sorgen, dass man über ihn spricht.

Das sind die beiden Grundvoraussetzungen, um dafür zu sorgen, dass zukünftigt Aufträge über „Mundpropaganda“ zustande kommen.

Dank Xing, Facebook, und anderen Online-Netzwerkplattformen kann man hier sein Netzwerk sehr schnell und gut überschauen.
Doch wie sieht es mit dem „Offline-Netzwerk“ aus?
Das erste „Offline-Netzwerk“ , welches permanent vorhanden ist, ist die Familie. Weitere permanente Netzwerke sind zum Beispiel Vereine, Unternehmen, Clubs usw.

Hier sollte der Newcomer als erstes ansetzen. Hier kann er als erstes dafür sorgen, dass er und seine Dienstleistung empfohlen werden. Weil man seinen Bruder, Neffen, Onkel, Tante, Vereinskumpel gerne unterstützt. Die o.g. Personen nehmen es einen in der Regel auch nicht übel, wenn sie aktiv dazu „genötigt“ werden ein Familienmitglied oder Vereinskameraden zu empfehlen.

Man stelle sich dieses „erste“ Netzwerk wie ein Teller vor. Irgendwann ist es notwendig, den Tellerrand zu erweitern. Zum Thema „Netzwerk“ habe ich bereits eine kleine Abhandlung geschrieben, die ich hier an der Stelle nochmals empfehle.

Ich möchte zu Punkt 2 kommen.

Sorge dafür, dass du bekannt wirst. Dass man über dich spricht. Nach dem Motto: „Tue gutes und rede darüber.“ Die Menschen glauben, was sie im TV sehen oder in der Zeitung lesen. Ich habe es positiv, wie negativ am eigenen Leibe erfahren dürfen. Aber beides hatte seinen Effekt. Die Leute reden über einen.

Newcomern gebe ich auch gerne den Rat, dass sie eigene Partys veranstalten sollten. Auch um Referenzen und Erfahrung zu bekommen. So habe ich es auch gemacht. Und ich habe an Wettbewerben teilgenommen und dabei gar nicht schlecht abgeschnitten. Diese Erfolge habe ich der Presse mitgeteilt. Und wurde sehr häufig darauf angesprochen.

Da ich in mehreren Vereinen Mitglied war wurde ich natürlich zuerst gefragt, wenn eine Vereinsfeier anstand.
Ich denke es ist klar geworden, wie ein Neuling „Mundpropaganda“ selbst erzeugen kann, damit er über diesen Weg Aufträge bekommt.

Weitere Hinweise zum Thema Mundpropaganda, gibt es im nächsten Artikel…