Clubs und Diskotheken (Teil 2)

Besitzer/Geschäftsführer

Du kannst technisch und musikalisch noch so perfekt sein, das vielleicht Wichtigste, das es zu beachten gilt, ist Folgendes:

Um einen Club oder eine Diskothek zu verstehen, musst du den Besitzer/Geschäftsführer verstehen.
Besitzer haben ihre ganz eigenen Vorstellungen von
ihrem Club. Deine Aufgabe ist es, sie darin zu
unterstützen. Oft liegen die Vorstellungen von Betreibern und DJs allerdings sehr weit auseinander. Vor allem, wenn es um die Musikauswahl geht.

Die „nervigsten“ Betreiber/Geschäftsführer sind jene, die selbst jahrelang als DJ gearbeitet haben.
Als DJ hast du die Clubregeln genauso zu respektieren wie das übrige Personal. Dies gilt auch für die Musikauswahl. Viele DJs glauben, dass eine andere Musikrichtung besser in den Club passen würde als die, die aktuell gespielt wird. Der Besitzer hat sich jedoch etwas dabei gedacht, warum er einen bestimmten Musikstil in seinem Club bevorzugt.

Hier liegt ein häufiger
Streitpunkt zwischen Besitzern und Disc Jockeys.
Wenn ein Betreiber mit Vorschlägen zur Musikauswahl zu mir kommt, gehe ich wie folgt vor: Ich nehme den ersten Titel der Songliste, die er mir vorschlägt, und spiele ihn direkt im Anschluss an die Platte, die gerade läuft. Auf diese Art und Weise habe ich meine Ruhe und der Betreiber ist glücklich, dass „seine“ Musik läuft.

Es gibt nichts Nervigeres als eine Diskussion mit dem Geschäftsführer, wenn die Bude rockt. Das ist für beide Seiten nicht besonders befriedigend. Aber vergiss nicht, der Betreiber sitzt am längeren Hebel. Er bezahlt deine Rechnung und bucht dich eventuell nicht wieder.

(Auszug aus dem Buch: „Der Allround DJ“)

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